IWOE

 

"zum Nachdenken!"

Die Querschüsse haben sich aus den „aktuellen“ Beiträgen der IWÖ entwickelt. Ursprünglich nur Themen, die mit Waffenrecht und der diesbezüglichen Politik zu tun hatten, hat das nach und nach ein Eigenleben bekommen. Das ist manchmal so und man kann das auch nicht immer steuern.
Jedenfalls erscheinen jetzt die „Querschüsse“ unter meiner persönlichen Verantwortung. Es wird nach wie vor Gastbeiträge geben – gezeichnet oder ungezeichnet - wie es mir gerade gefällt.
Alles, was hier erscheint, kann kostenlos vervielfältig und verbreitet werden. Eine Quellenangabe ist aber erforderlich, eine Spende an die IWÖ wäre anständig.
Reaktionen sind erwünscht (iwoe@iwoe.at). Beantworten werde ich, was geht. Wenn aber keine Antwort kommt, heißt das nicht, daß ich die Reaktion nicht gelesen habe. Ich lese alles.

Für den Inhalt verantwortlich:

Dr. Georg Zakrajsek
Museumstraße 5
A-1070 Wien

Neues von der Prügelpolizei

Nicht was man denkt. Die Polizei prügelt nicht, sie wird verprügelt. Diesmal vor einer Disco. Ein 19jähriger „verpaßte einem Polizisten eine Tracht Prügel“. So kann man das lesen und man liest das leider ziemlich häufig in der letzten Zeit.
Es ist unfaßbar. Ein Polizist läßt sich verprügeln, erleidet womöglich Verletzungen und es passiert nichts. Überhaupt nichts.
Unsere Sicherheitspolitiker und die Herrschaften mit den goldenen Krägen schauen hier mit großen Kinderaugen zu und machen nichts. Das ist ein unglaublicher Skandal.
Wir leben in einem Land, wo so etwas auf der Tagesordnung steht. Dauernd wird uns vorgelogen, daß dieses Land ein sicheres Land sein soll und diese Politnaivlinge lassen es zu, daß Polizisten geschlagen, verletzt und beleidigt werden. Statt daß man unseren Polizisten den Rücken stärkt, sie verteidigt und sie vor solchen Übergriffen beschützt – in Wirklichkeit sie sich selber beschützen läßt – behindert man sie wo es geht, winkt mit Disziplinarverfahren und knickt ein vor einer Pressemeute und den ganzen widerlichen NGOs samt der Amnesty und ihrem patzigen Patzelt.
Ich finde, das sollte ein Ende haben. Heuer wäre Gelegenheit dazu. Unsere Sicherheitspolitiker lassen uns im Stich, sie lassen aber vor allem ihre eigenen Leute im Stich. Ändern wird sich das nicht mehr, daher müßten wir ganz einfach diese Politiker auswechseln. Das geht – auch wenn man es bis jetzt nicht probiert hat.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Georg Zakrajsek

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Die Waffenhysterie und eine Stimme der Vernunft

Waffengesetze sind hier in Europa in der Regel Anlaßgesetze, produziert von populistischen Politikern auf Zuruf der Medien. Besonders schlimm war das in den Jahren nach 1997, als gewisse Politiker gemeint hatten, mit Waffenverboten könne man Wahlen gewinnen. Hat sich Gott sei Dank als Irrtum herausgestellt.
Begonnen hat das Ganze im Jahr 1994, als nach einer spektakulären Bluttat im Familienkreise die Vorderschaftrepetierflinten (Pumpguns) verboten worden sind. Der damalige Innenminister Löschnak (ein Studienkollege von mir) hat sich als vernünftiger Pragmatiker gegen das Verbot ausgesprochen. Vergebens. Die ÖVP mit dem bunten Vogel Busek hat gegen jede Vernunft das Verbot durchgezogen. Resultat: Zehntausende illegale Waffen. Bravo ÖVP!
Auch die Verordnungen zum Waffengesetz 1996 waren anlaßbezogen (Zöbern) und die begleitende Waffenhysterie eine politische Spekulation, die aber nicht aufgegangen ist.
Wie wenig sich die Politik dabei um Fachleute kümmert, wird aus dem Brief deutlich, den ich gerade bekommen habe. Ein ausgewiesener Experte findet hier deutliche Worte. Mit seiner Erlaubnis darf ich ihn hier bringen:


Sehr geehrter Herr Doktor,

Ich habe mich als ehemaliger Leiter der Wiener Mordkommission intensiv mit den verschiedenen Tatabläufen, insbesondere den Begehungsweisen von Gewaltverbrechen (den sogenannten "modi operandi") befaßt, diese Untersuchungen als Gerichtssachverständiger für Kriminologie und Kriminalistik fortgeführt und hierüber einen Untersuchungsbericht verfaßt. Das war zu der Zeit als die Politik und die Medien einer regelrechten Hysterie bezüglich Schußwaffen erlegen sind und deren umfassendes Verbot forderten. Ich war bestrebt, in diesem Klima der Satanisierung von Schußwaffen die Diskussion zu versachlichen und die Fakten objektiv zu untersuchen.
Ich habe nach systematischen Fallstudien nachgewiesen, daß die ganz überwiegende Zahl der Tötungsdelikte durch die bloßen Hände erfolgt!
Also Erwürgen, Strangulieren etc. Also müßte man - wollte man dem Gedankengang der Politiker folgen - auch die Hände verbieten. Die Todesursache "Schußwaffe" liegt unter 2 %, wobei aber zu berücksichtigen ist, daß in diesen Fällen ganz überwiegend Selbstmorde vorlagen. Tötungen durch Fremdverschulden mit legalen Schußwaffen liegen meiner Einschätzung nach nur im Promillebereich.
Nicht unerwähnt soll in diesem Zusammenhang bleiben, daß durch dieselbe Novelle des Waffengesetzes, die vormals aus gutem Grund verbotenen Spring- und Fallmesser (unter dem Druck der EU !!!) freigegeben wurden. Wie gefährlich diese nun freien Waffen, die sich nun weitgehend in den Händen von Nachwuchskriminellen eines bestimmten Milieus befinden, sind, brauche ich wohl nicht zu erklären. Gerade bei einem Angriff mit solchen Waffen bietet nur der Schußwaffengebrauch die Möglichkeit sich vor schwerer Körperverletzung oder Tötung zu schützen.
Ich hoffe damit einen Beitrag geleistet zu haben
und verbleibe mit den besten Empfehlungen
Mag. Dr. Josef Siska
http://members.aon.at/josef.siska/

Dem Herrn Hofrat bin ich Dank schuldig. Seinen Beitrag hat er geleistet, die Politiker haben aber auf ihn nicht gehört. Sie haben auch nicht auf Prof. Csaszar gehört, nicht auf den Präsidenten Ellinger und auf die IWÖ und ihre Fachleute schon gar nicht.
Man soll aber die Hoffnung nicht aufgeben. Vielleicht kommt noch die Zeit, in der wirkliche – die Betonung liegt auf „wirkliche“ – Experten bei solchen Gesetzen das Sagen haben und vielleicht kommen auch einmal Politiker ans Ruder, die selbst Waffen besitzen und damit umgehen können.

P.S.: Noch zu den Springern und Fallmessern: Hofrat Siska hat ganz recht. Messer und die eben genannten sind brandgefährlich und stehen an der Spitze der Tatwerkzeuge bei Bluttaten. Aber die Freigabe dieser Instrumente hat vorübergehend die Jugendkriminalität reduziert, weil eben die Straftaten wegen des Besitzes dieser Messer aus der Statistik verschwunden sind. Und das war schließlich auch der Zweck der Übung.
Mundus vult decipi, ergo decipiatur. Deutsch: Die Welt will getäuscht werden, also täuschen wir sie.
Allmählich haben wir aber von dem ewigen Schwindel mehr als genug. Und von den „Sicherheitspolitikern“, die uns ständig anschwindeln, auch.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Georg Zakrajsek

Was tun gegen illegale Waffen?

Die illegalen Waffen sind das Sicherheitsproblem. Die verwichene Innenministerin Fekter hat das klar erkannt: „Die legalen Waffen sind nicht das Problem, die illegalen sind es!“, hat sie gesagt. Jeder wird dem zustimmen.
Verbrechen werden fast ausschließlich mit illegalen Waffen begangen. Sie sind das Werkzeug der Täter, sie sind ganz leicht zu erlangen, sie unterliegen keiner Kontrolle, sie werden skrupellos eingesetzt, ohne Bedenken.
Es gibt zwei Möglichkeiten, diesem Umstand entgegenzutreten:
Erstens:
Man erleichtert den legalen Waffenbesitz und wird liberaler bei der Vergabe von Waffenpässen. Dem Waffengesetz würde das entsprechen, man müßte nur zur Praxis vor 1996 zurückkehren, das Gesetz müßte nicht geändert werden. Das Gesetz war ja damals genau so wie heute – nur Waffenpässe kriegt man jetzt kaum mehr und die Waffenbehörden setzen alle Energie daran, rechtschaffenen Bürgern diese zu verweigern. Auch manchmal gegen das Gesetz.
Nun, diese Möglichkeit scheidet aus. Unsere Sicherheitspolitiker von SPÖVP scheinen fest entschlossen, den legalen Waffenbesitz – vor allem das legale Führen von Verteidigungswaffen – immer weiter, immer mehr einzuschränken. Das wird sich nicht ändern, solange sich politisch nichts ändert.
Zweitens:
Man bekämpft den illegalen Waffenbesitz und die damit verbundene Kriminalität. Das ist schwer. Das Waffengesetz hilft hier nicht, denn das ist ja nur für die rechtstreuen Menschen gemacht. Es geht also nur mit klassischen Polizeimethoden. Man muß die illegalen Waffen dort suchen, wo sie sind und das sind die Leute, die Straftaten begehen. Leider wird das aber nicht gemacht. Es fehlen dazu die Mittel und es fehlen dazu auch die gesetzlichen Grundlagen. Während man bei den legalen Waffenbesitzern unangesagt Waffenkontrollen durchführen darf, ist das bei der Bevölkerungsgruppe, die in der Regel illegale Waffen besitzt, nicht zulässig.
Hier sind die gesetzlichen Möglichkeiten zu schaffen, die solche Vorkehrungen legal ermöglichen. Natürlich wird das nicht geschehen. Unsere Sicherheitspolitiker werden dazu nie bereit sein. Sie haben Angst davor, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, sie haben Angst vor einer Kritik in den Medien und sie haben Angst, von den Grünen – den klassischen Freunden aller Verbrecher – deshalb angegriffen zu werden.
Es wird sich also nichts ändern, solange wir so feige Sicherheitspolitiker haben. Ändern wir das! Irgendwann werden wir ja wieder wählen dürfen.


P.S.: Ein Blick nach Deutschland, dem Land mit dem strengsten Waffengesetz in Europa würde lohnen. Fast täglich werden Menschen mit Schußwaffen umgebracht. Alle illegal. Wer die hat, wer die verwendet, kann man der Berichterstattung entnehmen. Die Vornamen der Täter muß man sich allerdings meistens dazudenken. Die werden nämlich nicht so gerne veröffentlicht.

 

Diese belgischen Waffennarren!

Ein Amoklauf in Lüttich, Belgien. Scheint wirklich einer gewesen zu sein, denn die Tat war ziemlich spontan, wiewohl gut vorbereitet. Auch die Berichterstattung hat gut funktioniert, auch die war sehr gut vorbereitet und alle wußten genau, wie man ein solches Verbrechen der Öffentlichkeit präsentiert.
Nämlich so: Der Täter war also ein aus Lüttich stammender Waffennarr, vielfach vorbestraft. Sein Anwalt sagt, der Mann habe sich durch die vielen Prozesse gegen ihn belästigt gefühlt und sei ganz „verbraucht“ gewesen.
Na dann. Da muß man schon Verständnis dafür haben, daß so ein Mensch zu Handgranaten und zu einer Kalaschnikow greift und etwa fünf Tote (können noch mehr werden) und über hundert Verletzte produziert.
Ein Einzeltäter also, kein Terrorist – um Gottes Willen nein.
Was aber hat es wirklich mit dem „belgischen Waffennarren auf sich? Er heißt Nordin Amrani, in Wirklichkeit heißt er aber Nur-al Din Amrani und ist ein mohammedanischer Marokkaner, war bereits einschlägig vorbestraft, Waffenbesitz, Rauschgifthandel, Sextaten und zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt, befand sich aber auf freiem Fuß.
Also kein Belgier, kein „Waffennarr“ sondern ein gefährlicher afrikanischer Verbrecher, den die Behörden fahrlässigerweise aus dem Gefängnis gelassen haben. Also mußte das wohl so kommen, es war vorauszusehen.
Das Verbrechen wäre zu verhindern gewesen, es hätte ganz leicht verhindert werden können.
Der Kerl hätte nie nach Belgien kommen dürfen und wäre er dort aufgetaucht, hätte man ihm gleich nach der ersten Straftat wieder dorthin schicken müssen, wo er hingehört, nämlich nach Afrika und nicht nach Europa. Und wenn er schon dageblieben wäre, hätte man ihn – so wie es das Urteil gesagt hat – hinter Gittern halten müssen und nicht frei herumlaufen lassen dürfen.
Die Behörden trifft hier eine große Mitschuld an dieser Tat. Eine fahrlässige Justiz, eine sorglose Polizei, kuschelweiche Politiker und idiotische Journalisten, ein unseliges Viergespann der Unfähigkeit und Indolenz. Nicht nur bei uns – auch in Belgien.
Aber bleiben wir dabei – ein belgischer Waffennarr war der Täter. Bleiben wir dabei und wir können wieder ruhig schlafen. Bis zur nächsten Schreckenstat.

Die Friedensreligion ist entschuldigt

Der Mörder war zwar ein Mohammedaner, aber wie die Zeitungen erleichtert berichten, ein „nichtpraktizierender“ Moslem. Ganz scheint das nicht zu stimmen, dann in Lüttich hat er ja den Islam recht überzeugend praktiziert. Tote und Verletzte.
Es fällt mir aber ein Stein vom Herzen. Also hat nach unseren Medien der Islam mit der Bluttat nichts, aber schon überhaupt nichts zu tun. Das Ganze riecht nämlich stark nach Nazi. Bewiesen ist noch nichts, aber es wird sicher bereits daran gearbeitet. Wer weiß, was sich in Zwickau alles noch findet?


Mit freundlichen Grüßen
Dr. Georg Zakrajsek

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Sport ist gesund

Ist er nicht. Bewegung ist gesund, Sport nicht wirklich. Jedes Jahr sterben in Österreich bei der Sportausübung hunderte Menschen. Beim Radfahren, beim Schwimmen, beim Schifahren, beim Laufen.
Natürlich ist das Leben lebensgefährlich, das hat schon Erich Kästner gesagt. Und sterben müssen wir alle einmal. Sogenannte Volkssportarten sind aber doch unfallträchtig, damit muß man leben (oder halt sterben).
Die Schisaison geht zu Ende. Vor zwei Wochen waren es noch 38 Tote, die Verletzen zählt man gar nicht. Inzwischen sind wieder einige dazugekommen, gerade heute ist wieder einer gegen einen Baum geknallt: tot. Und dabei hat die Lawinensaison noch gar nicht richtig angefangen.
Es gibt aber auch völlig ungefährliche Sportarten, das Schießen zum Beispiel. Da passiert nämlich überhaupt nichts. Je gefährlicher das Sportgerät, desto mehr und desto besser wird aufgepaßt. Logisch. Wenn einem also die Gesundheit und die Gesundheit seiner Kinder wichtig ist, der sollte überlegen, ob nicht das sportliche Schießen die richtige Sportart wäre.
Unser Staat hat aber etwas dagegen. Schießen sei gefährlich, meinen unsere Behüter und unsere Regierer. Sie haben keine Ahnung. Aber was soll schon herauskommen, wenn man seine Bildung aus der „Krone“ und vom ORF bezieht?

Marathon

Der erste Marathonläufer der Geschichte ist an Erschöpfung gestorben. Das war uns keine Lehre. Demnächst gibt es wieder einen Marathonlauf bei uns und man bereitet sich schon auf die möglichen Zusammenbrüche und Todesfälle vor. Vielleicht geht es auch glimpflich aus und es gibt nur ein paar Achillessehnenrisse und ähnliche Verletzungen.
Man stelle sich vor, es gäbe einen Schießwettbewerb und die Verantwortlichen bereiten die interessierte Öffentlichkeit auf ein paar Tote und Schwerverletzte schonend vor.
Kann man sich nicht vorstellen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Georg Zakrajsek

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Spielen Sie Golf?

Hoffentlich. Innsbruck. Ein Zwölfjähriger allein zu Hause. Spät in der Nacht macht sich ein Einbrecher am Küchenfenster zu schaffen, will hinein. Der Bub dreht alle Lichter in der Wohnung auf, das soll ja Einbrecher abschrecken. Diesmal funktioniert das aber nicht.
Der mutige Bub ruft seinen Vater an, schnappt sich dessen Golfschläger und haut dem Einbrecher kräftig über die Finger. Das wirkt. Der Täter rennt davon.
Ein wirklich klasser Bursche. Bravo! Ich hoffe, die Eltern haben ihn genug gelobt und auch eine Anerkennung springen lassen. Immerhin hat er ein Verbrechen verhindert und großen Schaden abgewendet. Vielleicht hat er seine körperliche Unversehrtheit und sogar sein Leben gerettet.
Was aber berichtet uns der ORF? Er zitiert einen gewissen „Chefermittler“ August Koiseg – sein Name soll nicht verschwiegen werden – von der Kriminalpolizei Innsbruck, der folgendes von sich gibt:
Der Bub habe zwar mutig gehandelt, aber zu empfehlen sei das in der Form doch nicht. Man wisse nie wie das Gegenüber reagiert. Der Bub hätte sich besser ruhig verhalten und auf die Einsatzkräfte warten sollen.
Lieber Herr Koiseg! Wer hat Ihnen diesen gefährlichen Blödsinn eingegeben? Ich hoffe doch, daß das nicht auf Ihren eigenen Mist gewachsen ist! Wie kann man denn so einen Schwachsinn öffentlich sagen? Was soll denn das Kind davon halten, das wahrscheinlich auf seine tapfere Tat stolz sein will und dann von Ihnen in so einer widerlichen Art gemaßregelt wird? Warum wird der Bub nicht von der Polizei eingeladen und für seinen Mut belobigt? Wo ist der Herr Sicherheitsdirektor mit einer Torte?
Wir leben in einer kranken Zeit. Die Polizei rät, sich angesichts eines Verbrechens ruhig zu verhalten und „auf die Einsatzkräfte zu warten“.
Ist das wirklich Ihr Ernst Herr Chefermittler? Wo waren denn die Einsatzkräfte, als der Einbrecher durchs Fenster wollte? Wann wären denn Ihrer Schätzung nach die „Einsatzkräfte“ da gewesen? Und wie lange hätte das Kind in der Gesellschaft des Verbrechers wohl warten sollen, lieber Herr Chefermittler? Bis Sie ermitteln gekommen wären? Spuren sichern? Blut aufwischen?
Jeder, der Kinder hat, wird über diese Geschichte zu Recht empört sein. Sie, Herr Chefermittler, haben nämlich gezeigt, wie gleichgültig Ihnen die Opfer sind, daß es Ihnen nur darauf ankommt, daß die Untertanen Ruhe bewahren und sich ja nicht wehren. Hier wird mit der Gesundheit und dem Leben von unschuldigen Opfern – Kindern Schindluder getrieben.
Ich erwarte Ihre Stellungnahme oder die Stellungnahme Ihrer Vorgesetzten. Die Ministerin täte es auch. Es muß endlich Schluß sein mit dieser jämmerlichen Politik. Mit einer Politik, die schon genug Schaden angerichtet hat und noch mehr Schaden anrichten wird.

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Leider wieder einmal ein Nachruf

Er gilt dem Schauspieler und Kabarettisten Herwig Seeböck. Seine „Häfenelegie“ ist unvergeßlich. Er hat das ja selber erlebt, war selber eingesperrt, wegen irgendeiner Lappalie und hat das genial literarisch umgesetzt.
Was keiner wissen wird und was man in keinem der Nachrufe, die ihm viel zu spärlich zuteil geworden sind, drinnengestanden ist: Seeböck war ein begeisterter Schütze. Zu seiner Statur paßte das Schwarzpulverschießen ganz hervorragend und das hat er gerne gemacht. Auch bei seinen Freiluftaufführungen hat er das eingebaut, wenn es gepaßt hat.
Wir verlieren einen Künstler, der leider schon früh in Vergessenheit geraten war. Ich habe ihn nicht vergessen und ich werde ihn auch nie vergessen und wenn ich an ihn denke, werde ich auch immer den Rauch des Schwarzpulvers spüren.
Danke Herwig Seeböck!

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Sehr geehrte Damen und Herren,

es gibt Neuigkeiten für Sie, Damen und Herren bei "Querschüsse".

Was sind die Querschüsse?

Die Querschüsse sind Ausdruck der verfassungsrechtlich garantierten Meinungsfreiheit. Man liest hier Dinge, die man in anderen Medien nicht lesen kann, nicht hört, nicht sieht. Ich sehe meine Aufgabe darin, abweichend von der verordneten öffentlichen Meinung, abweichend von den staatlich kontrollierten und beaufsichtigten Massenmedien, andere Ideen, andere Betrachtungsweisen zu Wort kommen zu lassen.
Manchmal erfolgt das in ironischer, satirischer Form. Ungereimtheiten und Verlogenheit werden mit spitzer Feder, scharfen Worten und treffenden Cartoons aufgespießt. Kritik kann manchmal Kunst sein.
Georg Zakrajsek

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Abgelehnt!

Die Schweizer haben so entschieden, wie wir alle gehofft haben. Vergeblich alle manipulativen Berichte, die Statistikschwindeleien, der Druck auf die Tränendrüse, der tote Teddybär, die widerlichen, verlogenen Plakate.
Man hat den Schweizern nichts vormachen können. Der Grundgedanke der Initiative war falsch und die Menschen in diesem Land haben das erkannt. Wer einigermaßen denken kann, begreift, daß weniger Waffen im Volk nicht mehr, sondern weniger Sicherheit bringen. Daß die Entwaffnung der Milizsoldaten das Vertrauensband zerstört, das zwischen dem Staat und dem Bürger geknüpft ist. Und daß: „Waffen weg!“ bedeutet, daß den anständigen Menschen die Waffen weggenommen werden und die Verbrecher davon natürlich nicht betroffen sind.
Die Schweizer haben das gewußt, denn sie wissen das bereits seit vielen Jahrhunderten. Sie haben das gelernt, als sie sich vom fremden Joch befreit haben und sie haben das gelernt, als ihre Wehrhaftigkeit sie von den Schrecken der Kriege bewahrt hat.
Demokratie braucht selbstbewußte Bürger, braucht tapfere Bürger, braucht einsichtsvolle Bürger, Bürger die zu ihrer Entscheidung stehen und die ihre Entscheidung verstehen. Und solche Bürger sind bewaffnet, weil sie frei sind.
Die Schweizer sind frei und sie werden es bleiben. Jedenfalls, solange sie ihre Waffen haben.


Mit freundlichen Grüßen
Dr. Georg Zakrajsek

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Zeuge der Anklage

Die Justiz kommt nicht weiter, das Verbrechen wächst unseren Staatsanwälten über den Kopf. Die Großen laufen davon, nicht einmal die Kleinen hängt man.
Unsere Justizpolitiker haben anscheinend viele US-Krimis gesehen – Einspruch, Euer Ehren! – und sind auf die Kronzeugenregelung verfallen. So ein Kronzeuge ist ja was Schönes: Er packt aus und die bösen Buben wandern hinter Gitter. Seine Belohnung: Straffreiheit.
Bei der US-Mafia mag das vielleicht gut funktionieren, kann aber sicher keine seriöse Ermittlungsarbeit ersetzen. Der Kronzeuge allein tut es ja nicht, denn ob er wirklich ein guter brauchbarer Zeuge ist, muß sich auch erst erweisen.
Und so ist die von unserer Justiz vorgeschlagene Kronzeugenregelung eine Bankrotterklärung. Selber bringt man nichts zusammen, man setzt daher auf die Mithilfe von Verbrechern, Mittätern oder Anstiftern.
Tatsächlich ist unsere österreichische Lösung weniger eine Kronzeugenlösung sondern eine Verräterlösung. Unser „Kronzeuge“ muß ja, schon bevor er selbst in Verdacht kommt, alles anzeigen und niederlegen. Dann erst ist er straffrei.
Das geht in die Richtung des „agent provocateur“, der ja mit gutem Grund verpönt ist. Beispiel: Jemand plant im Auftrag der Polizei ein Verbrechen, bereitet alles vor, kundschaftet aus, engagiert die Mittäter, hilft bei der Ausführung und läßt dann alle auffliegen. Er bleibt heraußen, die anderen – obwohl von ihm verführt und angestiftet, werden verurteilt.
So nicht!
Der Staat sollte sich nie zum Komplizen der Verbrecher machen, auch wenn das der Frau Justizminister und der sie bewundernden Journalistenhorde noch so gut gefällt.
Aber die Sitten sind verdorben. Die Finanzbehörden kaufen Disketten von Verbrechern und verfolgen Steuerflüchtlinge auf Grund gestohlener Daten. Die Waffenbehörden stellen Fallen und legen ahnungslose Frauen bei der Waffenkontrolle hinein und wie man bei Geschwindigkeitskontrollen vorgeht, wissen alle von uns.
Wir hätten gerne, daß unser Staat ehrlich bleibt, daß man unterscheiden kann zwischen Strafverfolger und Straftäter und daß man bei der Wahl der Mittel wenigstens einen Funken Ethik bewahrt.


Mit freundlichen Grüßen
Dr. Georg Zakrajsek